Kommentar zum Thema „Respekt“

Ich möchte mich heute zu einem Kommentar in der GNZ, vom 28. März 2026, zum Thema „Respekt“ äußern. Der Kommentar wurde von einem Menschen geschrieben, den ich sehr schätze – umso mehr sehe ich mich in der Verantwortung zu reagieren, denn auch ich konnte aufgrund anderer Verpflichtungen nicht der Einführung des neuen und alten Bürgermeisters in Birstein beiwohnen.

Respekt bedeutet wertzuschätzen. Respekt bedeutet zuzuhören, zu diskutieren. In der Politik bedeutet Respekt vor allem, jeden anzuhören, der etwas zu sagen hat, Gleichberechtigung gegenüber allen Menschen, Gesinnungen, Meinungen und Sichtweisen.

Tatsächlich hat Respekt auch sehr viel mit Demokratie zu tun. Dem Recht aller, reden zu dürfen, wählen zu dürfen und seine Meinung äußern zu dürfen.

Respekt bedeutet über andere Meinungen nachzudenken und vielleicht sogar Kompromisse zu schließen und die eigene Einstellung zu Dingen in Frage zu stellen und immer und stetig zu prüfen.

Respektlos ist es, Redner, die in vielen Jahren bewiesen haben, dass das was sie zu sagen haben sinnvoll, intellektuell hochwertig, logisch und meistens richtig ist, süffisant im Stuhl zurücklehnend zu belächeln.

Es ist respektlos gegenüber der Öffentlichkeit sich für Projekte feiern zu lassen, die eben genau diese Öffentlichkeit – nämlich die Bürgerinnen und Bürger, denen man wohlwollend verpflichtet sein sollte – zur Kasse bittet, um die werbe- und wahlträchtigen Luftschlösser zu finanzieren.

Ich suche vergebens Respekt bei der Vergabe von langfristigen und kurzfristigen Aufträgen die eigennützig und auch hier einmal mehr wiederwahlfördernd und zugegebenermaßen parteipolitisch geschickt vergeben werden, ohne offizielle, faire und wohlwollend gleichberechtigte Prozesse einzuhalten und allen die Chance zu geben, eigene Angebote abzugeben, ohne zu prüfen, ob es noch weitere Unternehmer gibt, die gleiches womöglich besser, oder zumindest ebenso gut leisten könnten und ohne im Anschluss daran Preise und Angebote zu vergleichen.

Eine Gemeindespitze sollte gerade in der Kommunalpolitik und in unserer ländlichen Gemeinschaft bemüht sein, die Menschen die hier wohnen zu fördern, deren Lebensstandard zumindest zu sichern und alles dafür zu tun, die Bürgerinnen und Bürger nicht zu blenden und auf deren Kosten eigene Interessen zu verfolgen.

Das stellt mein Verständnis von Respekt dar.


Hier nun der originale Kommentar vom 28.03.2026:

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